HYBRID-DENKWEISE
DIE LÜCKE SCHLIESSEN
Die Hybrid-Denkweise ist nicht ausschließlich der Autombilindustrie vorbehalten; überall um uns herum gibt es kluge Denkansätze. Hier kommen einige unserer bevorzugten Beispiele...
Eine Brücke, die Windenergie sowohl von ihrer Umgebung als auch von den Fahrzeugen aufnimmt, die unter ihr herfahren, und so Elektrizität erzeugt, um die Brücke bei Nacht zu beleuchten. Dieses außergewöhnliche Projekt wurde von zwei jungen, ambitionierten und talentierten Architekten erdacht - Tiago Barros und Jorge Pereira - die für ihre "Cross-Wind Bridge" (Querwindbrücke) bereits eine Reihe von Preisen gewonnen haben.
Vom Konzept her in Lissabon in Portugal gelegen überspannt die Brücke die Autobahn und verfügt über 2.188 drehbare Elemente. Die Elemente drehen sich, wenn sie vom Wind bewegt werden, der von vorbeifahrenden Fahrzeugen und der umgebenden Luftbewegung erzeugt wird. Theoretisch könnte die erzeugte Energie mehr als nur die Brücke beleuchten.

Auch wenn die Brücke (noch!) nicht existiert, ist Tiago Barros überzeugt, dass Projekte wie dieses den Weg für das ebnen werden, was er folgendermaßen bezeichnet: "Ein voll integriertes Modell eines Bauwerks, welches das urbane Verhältnis von Fahrzeugen, Windenergie und Fußgängern übergreifend zusammenfasst."
Im Prinzip könnten solche Bauwerke schon heute gebaut werden. Barros erklärt jedoch: "Wir sind noch weit entfernt davon, dass diese Herangehensweise zum Standard im Bauwesen wird, denn grüne Lösungen sind immer noch teuer und kompliziert - und damit schwer zu verkaufen."
Er glaubt, dass die Welt noch nicht für radikale und allgegenwärtige Energiesparlösungen bereit ist - Technologien wie Vollhybrid jedoch beschleunigen ihr Eintreffen: "Die Welt muss sich langsam ändern - mit ihrer eigenen Geschwindigkeit. Die zukunftsorientierten Eigenschaften der Hybridtechnologie für Fahrzeuge steht für ein ultimatives Ziel (eines, das wir alle verfolgen sollten): Null-Emissionswerte."
www.tiagobarros.eu